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Polizei misshandelt Lesben und Schwule in Chicago
Im Juni 2007 soll ein Polizist, außerhalb seiner Dienstzeit, drei Lesben während einer Auseinandersetzung angegriffen haben. Zwei der Frauen, Debra Sciortino und Kely Fuery, waren grade auf dem Weg nach Hause von einer Gay Parade, als der Beamte sie zwang, am Straßenrand anzuhalten, nachdem Kelly ihn wegen seines langsamen Fahrens angehupt hatte.
Laut Prozessaussagen der Frauen, zog der Mann eine Waffe, griff sie physisch an, benutze homophobe Ausdrücke und stieß sie in den Verkehr. Die dritte Frau, Nicole Tomaskovic, die zu dieser Zeit vorbeifuhr, stoppte und versuchte zu helfen. Der Polizist nahm sie in den Würgegriff.
Ein Zeuge, der zu dieser Zeit vorbeifuhr, rief die Polizei, als eine der Frauen plötzlich vor sein Auto gestoßen wurde.
Die Frauen sagen außerdem, dass die anwesend gewesenen PolizistInnen falsche Berichte verfassten um die Misshandlung durch den Beamten zu verdecken. Sie sagten den Frauen offen ins Gesicht, dass sie ihnen kein Wort glauben würden und lachten sie aus.
Nachdem Vorfall wurden die Frauen aufs Revier gebracht, wo sie für 12 Stunden festgehalten und von dem betroffenen Beamten lächerlich gemacht wurden.
Am nächsten Tag gingen die Frauen ins Krankenhaus um ihre Verletzungen versorgen zu lassen. Laut einem Arzt erlitt Nicole Tomaskovic eine Halswirbelstauchung, und eine Lendenmuskelverletzung. Kelly Fuery erlitt Kopfverletzungen und ein Trauma auf einem Ohr.
Am 26 Juni 2007 erstattete Debra Sciortino Anzeige gegen den Polizisten. Eine Untersuchung der Vorfälle wurde erst angekündigt, als die drei Frauen am 30. Oktober 2007 Anklage einreichten. Die Untersuchungen laufen immer noch.
Mann wegen sexueller Orientierung verprügelt
Am 19. Juni 2006 wurde Alexander Ruppert, ein Homosexueller, von CPD BeamtInnen misshandelt, die gerufen worden waren um ihn aus einer Bar zu begleiten, in der er getrunken hatte. Die PolizistInnen fuhren mit ihm ein Stück weg von der Bar, hielten das Auto an, zogen ihn an den Haaren heraus und begannen ihn physisch und verbal zu misshandeln, wobei sie beleidigende Kommentare über seine sexuelle Orientierung machten. Laut Rupperts Aussagen schlugen sie ihm ins Gesicht und auf Kopf und Arme und traten ihm in die Rippen, als er schon am Boden lag. Die PolizistInnen sollen außerdem die Berichte gefälscht haben, um sich zu schützen und behaupteten, er hätte sie angegriffen.
Rupperts Auge musste später mit 16 Stichen genäht werden, seine Nase war gebrochen.
Er wurde in eine Zelle gesperrt, wo ihm zwei Tage lang Wasser, Essen, und Medikamente versagt wurden. Er musste seinen Durst mit dem Wasser aus der Toilette stillen.
Am 14. Juni 2007 reichte Ruppert Anklage gegen das „Chicago Police Department“ und die Stadt Chicago ein. Das „Office of Professional Standards“ begann eine Untersuchung, die bis heute anhält.
Chicago versucht zur Zeit den Zuspruch für das Veranstalten der Olympischen Spiele 2016 zu erlangen. Die Stadtbeamten, insbesondere der Bürgermeister, sind sehr besorgt über das internationale Bild Chicagos. Leider werden dort immer wieder Fälle von Misshandlungen von Lesben und Schwulen auf Grund ihrer sexuellen Orientierung und ihrer Gender Identität durch PolizeibeamtInnen des CPD bekannt.
Die Bewerbung für die Olympischen Spiele durch Chicago ist eine Möglichkeit, internationalen Druck auf die Stadt und ihren Bürgermeister auszüben, damit die Beziehung zwischen PolizistInnen und LGBT`s verbessert werden kann.
FACTBOX:
Mehr Informationen zu Polizeigewalt an LGBT`s in den USA findest du unter:
http://www.amnesty.org/en/library/info/AMR51/001/2006/en
Quelle: amnesty international
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