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Uganda: Amnesty International verurteilt Attacken gegen LGBT’s
Artikel von Sonja Dries / Juni 2008
Uganda – Amnesty International ist über die fortwährende Belästigung von LGBT-Rechts VerteidigerInnen besorgt, und rief die Regierung von Uganda dazu auf, den Schutz dieser Menschen sicher zu stellen und die Belästigung von LGBT’s durch die ugandische Polizei zu beenden.
Am 04. Juni 2008 wurden drei LGBT-Rechts AktivistInnen willkürlich verhaftet. Eine Gruppe von 7 AktivistInnen von „Sexual Minorities Uganda“ (SMUG) hatten eine Pressemitteilung an die TeilnehmerInnen einer HIV/aiDS Konferenz im „Imperial Hotel“ in Kampala verteilt. Die Pressemitteilung und ein beiliegender Report betonten den Aufruf der Organisation für HIV Präventionsprogramme für die LGBT Gemeinschaft in Uganda.
Drei der AktivistInnen wurden vor dem Hotel von PolizeibeamtInnen verhaftet und waren auch um 16:00 noch nicht aus der „Jinja Road Polizei Station“ in Kampala freigelassen worden.
Amnesty International verurteilt die willkürliche Verhaftung dieser Personen und ist darüber besorgt, dass sie Belästigungen und erniedrigende Behandlung erfahren könnten. Dies sind leider übliche Methoden in ugandischen Polizeistationen.
Amnesty International sieht die Gefangenen als Gewissensgefangene, die festgenommen wurden, weil sie friedlich für das Recht von LGBT’s auf Behandlung und Prävention von HIV/aiDS, aufmerksam gemacht hatten. Sie sollen auf der Stelle und bedingungslos freigelassen werden.
Erst am 20. Mai 2008 waren zwei Transgender-Personen festgenommen worden. Sie tanzten gerade im „Capital Pub“ in Kampala, als sie von den Türstehern festgehalten, beleidigt und geschlagen wurden, während man sie fragte, ob sie Männer oder Frauen seien und sie als homosexuell „beschimpfte“. Der Manager des Pubs rief die Polizei, die die Personen für 4 Tage in der „Kabalagala Polizei Station“ in Haft nahmen. Während ihrer Haftzeit wurden beide mehrmals von PolizeibeamtInnen geschlagen, ausgezogen und ihre Genitalien berührt. Einer von beiden wurde von Mithäftlingen unter Zwang geküsst, angefasst und ihm wurde Sex angeboten. Einer Person wurde medizinische Behandlung für ihr Diabetes verwährt und nur eine Mahlzeit pro Tag erlaubt.
Nach ihrer Freilassung wurden die Transgender-Personen wegen „öffentlichem Ärgernis“ angeklagt und erwarten ihre Verhandlung.
Seit ihrer Verhaftung sahen sich Beide Belästigungen und gewaltsamen Attacken von Personen in ihrer Nachbarschaft ausgesetzt, die durch die Polizei über ihre Gender Identität informiert worden waren. Es begann mit Drohungen und eskalierte zu einer Reihe von gewaltsamen Attacken in der Nacht des 3. Junis, als eine Gruppe Jugendlicher die beiden Personen angriffen. Einer der AngreiferInnen wurde seither verhaftet.
Amnesty International fordert, dass diese Attacken untersucht werden und alle TäterInnen durch faire Prozesse überführt werden.
Quelle: Amnesty International
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