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Erneut wurde eine lesbische Frau Opfer eines Mordes in Südafrika
Artikel von Sonja Dries / August 07
Nach den erschreckenden Nachrichten über die brutale Ermordung zweier Lesben in Südafrika Anfang Juli, wurde jetzt ein weiterer Fall bekannt.
Am 22. Juli um ca. 17:00 Uhr fanden KuhhirtInnen den leblosen Körper
der 23-jährigen Thokozane Qwabe auf einem Feld in der Provinz Kwa Zulu
Natal, Südafrika. Ihre Kleidung befand sich 70 m von ihrem Leichnam
entfernt, der zahlreiche Kopfverletzungen aufwies.
Zuletzt war Thokozane am Vortag, in Begleitung eines Mannes gesehen worden,
der daraufhin verhaftet und des Mordes angeklagt wurde.
Wie auch im Fall von Sizakele Sigasa und Salome Masooa, die ebenfalls ermordet aufgefunden worden waren, gehen die Behörden von Vergewaltigung aus. Die Polizei weigert sich jedoch in Betracht zu ziehen, dass diese Morde auf Grund der sexuellen Orientierung der Frauen – alle drei waren lesbisch – geschehen waren.
Diese äußerst brutalen Morde zeigen, dass Südafrikas konstitutionelles Versprechen, gleichen Schutz für alle zu bieten, nicht eingehalten wird. Ein Klima von gewaltsamer Homophobie und Sexismus fordert ein Eingreifen der Regierung und ein Einhalten des Schutzes der Menschenrechte.
Auch dieser Fall unterstreicht die Bedenken: Banele Ngwenze-Qhina, eine zwanzig-jähriger homosexueller Mann, war zusammen mit seinem Bruder auf dem Nachhauseweg als sie von Polizisten aufgehalten und durchsucht wurden. Während der Durchsuchung machten sich die Beamten lustig über die zwei Männer und begannen Banele zu verprügeln.
Sie fanden eine Spielzeugpistole in seiner Tasche und nahmen das als Anlass
ihn zu verhaften und auf die Polizeistation zu bringen.
Dort wurde er erneut brutalstens verprügelt und verbal attackiert.
Ngwenze-Qhina musste das ganze Wochenende in einer Zelle verbringen und
wurde dann vor Gericht freigesprochen.
Nachdem ein Arzt ihn gründlich untersucht hatte, füllte er ein
Beschwerdeschreiben gegen die betreffende Polizeistation aus.
Unterstützung erhält er unter anderem vom „Triangle Project“
einer Schwulen-Organisation die für die Gleichberechtigung von Homosexuellen
kämpft.
Weiters will Banele auch Anklage beim „Independent Complaints Directorate
(ICD)“ erheben und hofft dadurch zu seinem Recht zu kommen.
Quelle: Amnesty International
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