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Singapurs Regierung ändert Gesetz zur Kriminalisierung von Homosexuellen nicht

Artikel von Sonja Dries / November 07

Prämierminister Lee Hsien Loong gab bekannt, dass Singapur eine Balance zwischen dem Aufrechterhalten einer stabilen Gesellschaft mit traditionellen, heterosexuellen Familienwerten und einer Bereitstellung eines lebenswerten Ortes für Schwule finden muss.

Das ist der Grund warum die Regierung sich entschieden hat, das Gesetz, das homosexuellen Geschlechtsverkehr kriminalisiert, beizubehalten.
Er betonte, dass dies keine einfache Entscheidung gewesen wäre und lange Diskussionen zwischen Kabinettministern, so wie einige öffentliche Erhebungen vor sich gezogen hatte.
Das Fazit der Regierung war, dass Schwule zwar ihren perönlichen Freiraum zugesprochen bekommen sollen, aber “die Stimmung der gesamten Bevölkerung konventionell bleibt, heterosexuell und so soll es sein”, sagt Loong.

Mr. Lee nahm an der Debatte über Absatz 377A des Strafgesetzbuches teil. Das Gesetz wurde mit seinen Abänderungen bereits verabschiedet. Zum Beispiel soll jetzt ein härteres Vorgehen gegen Pädophilie beginnen. Archaische Gesetze, so wie die Immunität für eheliche VergewaltigerInnen, wurden abgeändert.

Das Thema weckte eine geladene Debatte innerhalb und außerhalb der Regierungsgebäude. Angestachelt wurde diese zum großen Teil von einer Bürgerpetition. Zwei Tage lang sprachen 16 Ministerpräsidenten über das Gesetz, das über Sex zwischen zwei Männern als Verbrechen urteilt. Drei PAP MP`s – Mr. Hri Kumar, Mr. Baey Yam Keng und Mr. Charles Chong – drückten Vorbehalte gegenüber dem Gesetz aus, das sie als widersprüchlich und unfair empfinden.
Andere, unter anderem die Vorsitzende der Arbeitspartei Sylvia Lim und NMP Thio Li-ann, stimmten für den Status quo.

Der Prämierminister sagte: „Singapur ist eine konservative Gesellschaft…heterosexuell,stabile Familien…das ist es was wir in den Schulen lehren, was die Eltern sehen wollen, was sie ihre Kinder sehen lassen wollen…“
Doch es fiel ihm schwer den Schwulen zu versichern, dass die ein Teil der Gesellschaft seien.
„Wir sollten es für sie nicht schwerer machen als es schon ist, in einer Gesellschaft aufzuwachsen und zu leben, in der sie anders sind als der Großteil von Singapurs Bevölkerung.“

Mr. Lee kam zum Schluss in dem er sagte, dass Singapur sehen wird wie Dinge anderswo funktionieren, bevor es selbst agiert. Während tosendem Applaus sagte er: „So schlage ich den Mitgliedern des Hauses vor, dass wir die Balance behalten und Absatz 377A ruhen lassen. Ich denke es gibt in Singapur genug Platz für uns, um harmonisch als Singapurs Bevölkerung zusammenzuleben.

Quelle: Amnesty International

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