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Dank internationalem Druck wird Asylantrag von Kameruner überdacht

Artikel von Sonja Dries / April 08

Schweiz – Am 19. März 2008 ging das Schweizer Migrationsbüro der Forderung des 18-jährigen Kameruners Anatole Zali nach, seinen Asylantrag erneut zu begutachten.
Er wurde aus der Haft am Züricher Flughafen entlassen und kann in der Schweiz bleiben, bis die Behörden über seinen Antrag entschieden haben.

Anatole Zali, der sich selbst als schwul bezeichnet, kam am 03. Februar 2008 von Kamerun in die Schweiz. Er beantragte dort Asyl, da er in seiner Heimat auf Grund seiner sexuellen Orientierung bedroht worden war und verhaftet werden sollte. Homosexualität ist in Kamerun illegal.
Am 14. Februar hatten die Schweizer Behörden entschieden, dass Anatoli Zali zurück nach Kamerun abgeschoben werden sollte. Er bekam die Möglichkeit innerhalb von 5 Tagen gegen diese Entscheidung Einspruch zu erheben. Ihm wurde kein Anwalt zur Seite gestellt und er musste seinen Einspruch alleine vorlegen. Dieser wurde abgewiesen.

Auf Grund des internationalen Drucks, auch durch Mitglieder von Amnesty International, hat sich das schweizer Migrationsbüro entschieden, Anatole Zali’s Asylantrag erneut zu überdenken, da er keinen Zugang zu einer fairen Asylverhandlung hatte. Seine Forderung nach Überdenken des Asylantrages wurde durch Amnesty International unterstützt, das auch anmerkte, dass das internationale Gesetz verbietet, jemanden in sein Heimatland abzuschieben, wenn er dort der Gefahr schwerwiegender Menschenrechtsverletzung ausgesetzt ist.

Vielen Dank an alle die Appelle verfasst haben!

Quelle: Amnesty International

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