Über uns
Mitmachen
Aktuelles
Archiv
Spenden
Kontakt
Links
 
Meine Spende:
PSK 1.030.000
Blz: 60.000
Über uns
Mitmachen
Aktuelles
Archiv
Spenden
Kontakt
Links

Peru: Angriff auf Transgender-Frau

Artikel von Sonja Dries / März 2009

Die Transgender-Frau Techi wurde am 24. Januar 2009 in der Stadt Tarapoto in der Provinz San Martín von Mitgliedern der örtlichen Nachbarschaftspatrouille (junta vecinal) entführt und gefoltert. Man sagte ihr, dies geschehe ihr, weil sie mit einem Homosexuellen gehabt Sex hätte. Amnesty International verurteilt den Angriff auf Techi und fürchtet um ihre Sicherheit und die anderer Transgender-Menschen in der Stadt.

Techi wurde vom Präsidenten und Mitgliedern der örtlichen Junta Vecinal Puerto Azul und Mitgliedern der Junta Vecinal Señor de los Milagros festgenommen, als sie sich am 24. Januar auf der Straße aufhielt. Techi wurde sowohl beschimpft als auch tätlich angegriffen. Sie wurde zudem nackt ausgezogen, man rasierte ihr den Kopf und zwang sie körperliche Übungen auszuführen, bis sie zu schwach war, um damit fortzufahren.

Ein Mitglied der Junta Vecinal filmte diese Vorgänge und sendete den Film im örtlichen Fernsehen.

Techi erstattete am 3. Februar 2009 Anzeige beim Bezirksstaatsanwalt, obwohl sie dies nach offiziellem Verfahren unter ihrem offiziell eingetragenen Namen und ihrem Geschlecht bei Geburt tun musste. Eine Kopie dieser Anzeige liegt Amnesty International vor.

HINTERGRUNDINFORMATIONEN

Der Begriff Geschlechtsidentität bezeichnet die innere und individuelle Erfahrung von Geschlecht, die jeder Mensch hat. Sie kann, muss aber nicht mit dem der Person bei Geburt aufgrund der körperlichen Merkmale zugeschriebenen Geschlecht übereinstimmen. Geschlechtsidentität hat nichts mit sexueller Orientierung zu tun, die sich darauf bezieht, zu wem sich ein Mensch emotional und sexuell hingezogen fühlt. Diese Anziehung kann sich auf das andere, dasselbe oder beide Geschlechter richten.

Die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) hat im Juni 2008 eine Resolution verabschiedet, die ihre Sorge über die Gewalttaten und die damit verbundenen Menschenrechtsverletzungen gegen Individuen augrund ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität in der Region zum Ausdruck bringt.

SCHREIBEN SIE BITTE FAXE ODER LUFTPOSTBRIEFE, IN DENEN SIE

APPELLE AN

INNENMINISTERIN
Ministerio del Interior
Ministra del Interior
Sra. Mercedes Cabanillas Bustamante
Plaza 30 de agosto s/n Urb. Corpac
San Isidro
Lima, PERU
(korrekte Anrede: Sra. Ministra/Dear Minister)
Fax: (00 51) 1 225 7234

GENERALSTAATSANWÄLTIN
Ministerio Público
Fiscalía de la Nación
Fiscal de la Nación
Dra. Gladys Echaíz Ramos
Av. Abancay Cuadra 5 s/n
Lima 1, PERU
(korrekte Anrede: Sra. Fiscal de la Nación/Dear Attorney General)
Fax: (00 51) 1 426 2800

KOPIEN AN
BOTSCHAFT DER REPUBLIK PERU
S.E. Herrn Augusto Federico Kauffmann Doig
Mohrenstr. 42, 10117 Berlin
Fax: 030-2064 1077
E-Mail: gabinete@embaperu.de

Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Spanisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 10. April 2009 keine Appelle mehr zu verschicken.

PLEASE SEND APPEALS TO ARRIVE AS QUICKLY AS POSSIBLE, IN ENGLISH OR YOUR OWN LANGUAGE:

Eine spanische Version des Appellbriefes findet man zum downloaden auf unserer Homepage.

Quelle: AMNESTY INTERNATIIONAL

[ zurück ]