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Riga Pride 2007
Artikel von Sonja Dries / April 07
Nachdem in den letzten Jahren „Gay Pride“-Märsche in Lettland immer wieder durch die Behörden abgesagt wurden, schließt sich AI dieses Jahr Mozaika, den OrganisatorInnen der diesjährigen Riga Pride, und anderen lettischen und internationalen Organisationen am 3. Juni 2007 an. Das Vorhaben besteht darin abzusichern, dass das Event mit angemessenem Polizeischutz von statten geht und Mozaika volle Solidarität zu zeigen.
Schon im Juli 2005 wurden TeilnehmerInnen des Pride-Marsches in Riga verbal
und physisch angegriffen und auch 2006 musste der Marsch auf Grund zahlreicher
Drohungen abgesagt werden.
Dieses Jahr ist ein weiterer Marsch von Mozaika, einer lettischen LGBT-Organisation
und anderen Gruppen, unter anderem ILGA, geplant. Das mediale Interesse
ist diesmal besonders hoch und wichtige Nachrichtensender werden bei dem
Event erwartet.
Da die Diskriminierung von LGBT-Personen in Lettland besonders stark ist,
ist das Event ein wichtiger Schritt in Richtung Verbesserung der dortigen
Situation für Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transgender-Personen.
Drei wichtige Ziele wollen erreicht werden:
• Internationale Unterstützung und Solidarität für
die lettische LGBT Gemeinschaft zeigen.
• Das 2007 Riga Pride Event soll ohne Zwischenfälle und negative
Einmischung durch die Behörden stattfinden.
• Angemessener Schutz durch die Polizei soll durch die Behörden
zur Verfügung gestellt werden.
Aktionen:
• Briefe an die Behörden:
Ungefähr 6 Wochen vor dem Event wird AI Briefe an den lettischen Innenminister,
den Prämierminister und den Bürgermeister von Riga senden, um
sie über genaue TeilnehmerInnenzahlen am Marsch und über ihre
Unterstützung bei dem Projekt zu unterrichten.
• Riga Pride Event:
Die Teilnahme von ungefähr 100 AI AktivistInnen wird koordiniert.
Für Informationen vor dem Event kann man sich an Anna Lordan, alordan@amnesty.org,
und Michael Kigundu, mkigundu@amnesty.org, wenden.
• Nachfolgende Postkartenaktion:
Nach dem Event wird eine internationale Postkartenaktion gestartet. Wenn
die Ziele erreicht wurden, werden die Karten ein Willkomenheißen des
bereitgestellten Schutzes, und der positiven touristischen Erfahrung in
Lettland beinhalten.
Bei nicht Erreichen der Ziele, werden die Postkarten die negativen Erfahrungen
in Lettland widerspiegeln und Details der Verletzung von Menschenrechten
darstellen.
Quelle: Amnesty International
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