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LGBT-THEMEN IM JAHRESBERICHT 2009
Der Jahresbericht 2009 von Amnesty International enthält viele Bezüge zu LGBT. Der gedruckte Jahresbericht kann hier: http://www.amnesty.at/informiert_sein/ai_jahresbericht/#c335 bestellt werden.
Regionale Trends
Amerika
[Nicaragua] MenschenrechtlerInnen, die sich für die Rechte von Gemeinschaften einsetzten, die lange Zeit an den Rand der Gesellschaft gedrängt worden waren - indigene Völker, Gemeinschaften afrikanischer Herkunft sowie Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender- Personen -, sahen sich oft mit einem besonderen Risiko konfrontiert.
Europa und Zentralasien
In einigen Ländern förderten die Behörden ein Klima der Intoleranz gegenüber sexuellen Minderheiten, so dass die Betroffenen kaum Gehör fanden und ihre Rechte keinen Schutz genossen. Öffentliche Veranstaltungen von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender-Personen wurden behindert, die TeilnehmerInnen wurden nicht ausreichend geschützt, und in einigen Fällen äußerten sich hochrangige PolitikerInnen unverhohlen feindselig gegenüber Homosexuellen.
In Belarus, Litauen und der Republik Moldau wurden öffentliche Veranstaltungen zur Unterstützung sexueller Minderheiten verboten. In Bosnien und Herzegowina musste die erste derartige Veranstaltung, die als mehrtägiges Festival geplant war, nach Morddrohungen gegen die OrganisatorInnen und tätlichen Angriffen auf TeilnehmerInnen vorzeitig beendet werden. Bereits im Vorfeld des Festivals hatten einige PolitikerInnen und Medien mit einer homosexuellenfeindlichen Kampagne für ein Klima der Einschüchterung gesorgt.
In der Türkei war die Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung und ihrer geschlechtlichen Identität weiterhin sehr verbreitet. Berichten zufolge ging die Polizei nach wie vor gewalttätig gegen Transgender-Personen vor. In Istanbul verbot ein Gericht eine Organisation, die sich für die Rechte sexueller Minderheiten einsetzte, mit der Begründung, ihre Zielsetzungen richteten sich "gegen die moralischen Werte und die Familienstruktur".
Naher Osten und Nordafrika
Homosexualität war im Nahen Osten und in Nordafrika weiterhin ein Tabuthema. Männer, die verdächtigt wurden, homosexuell zu sein, gerieten in mehreren Ländern ins Visier der Behörden.
In Ägypten wurden Männer, denen einvernehmliche homosexuelle Handlungen vorgeworfen wurden, in der Haft misshandelt. Sie wurden zwangsweise analen Untersuchungen unterzogen und gegen ihren Willen auf HIV / AIDS getestet. Einige der Männer wurden im Krankenhaus an ihre Betten gekettet, bevor man sie wegen "Ausschweifung" zu Gefängnisstrafen verurteilte. In Marokko /Westsahara kamen sechs Männer wegen "homosexueller Handlungen" ins Gefängnis, nachdem man sie öffentlich beschuldigt hatte, sie hätten 2007 an einer "Schwulenhochzeit" teilgenommen.
In Kamerun, Gambia, Nigeria, Ruanda, Senegal, Uganda und in anderen Staaten wurden Menschen aufgrund ihrer vermeintlichen oder tatsächlichen sexuellen Orientierung verfolgt. Gleichgeschlechtliche sexuelle Beziehungen waren in manchen Ländern ein Straftatbestand.
Länderberichte
Der Bericht enthält Berichte zur Menschenrechtssituation in allen Ländern. In folgenden Länderberichten kommen 2009 LGBT-Bezüge vor: Ägypten, Belarus, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Gambia, Griechenland, Honduras, Jamaika, Kamerun, Lettland, Litauen, Marokko, Moldau, Nepal, Nigeria, Polen, Ruanda, Rumänien, Saudi-Arabien, Russland, Tschechische Republik, Türkei, Uganda
Anmerkung: Der Jahresbericht ist leider durchgehend männlich formuliert, die geschlechtssensiblen Formulierungen wurden für diese Homepage ergänzt.
Quelle: AMNESTY INTERNATIONAL
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