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Iran: Todesstrafe / drohende Hinrichtung
Makwan Moloudzadeh (21 Jahre alt) wurde am 4. Dezember 2007 durch den Strang hingerichtet. Er war im Juli 2007 zum Tode verurteilt worden, nachdem er schuldig gesprochen worden war, im Jahr 1999 im Alter von 13 Jahren bei einer mutmaßlichen Vergewaltigung Analverkehr (lavat-e iqabi) praktiziert zu haben.
Das Gerichtsverfahren gegen Makwan Moloudzadeh in den westiranischen Städten Kermanshah und Paveh war in höchstem Maße fehlerhaft. Die drei minderjährigen mutmaßlichen Opfer hatten ihre Aussagen im Verlauf des Prozesses zurückgezogen und angegeben, entweder gelogen zu haben oder zu ihrer Aussage gezwungen worden zu sein. Der Richter hatte sich bei der Feststellung der Schuld auf das Prinzip „Kenntnis des Richters“ (’elm-e qazi) berufen und, obwohl ihm keine Beweise vorlagen, festgestellt, dass es zur Tat gekommen war und Makwan Moloudzadeh zum Zeitpunkt der Tat bereits die Pubertät erreicht hatte und somit wie ein Erwachsener zum Tode verurteilt werden konnte.
Der Oberste Gerichtshof des Iran bestätigte das Todesurteil im folgenden Monat. Der Rechtsanwalt von Makwan Moloudzadeh beantragte daraufhin eine gerichtliche Überprüfung des Falls, und im November 2007 verfügte die Oberste Justizautorität des Landes, Ayatollah Shahroudi, einen einstweiligen Hinrichtungsaufschub, weil eine Entscheidung über ein weiteres Rechtsmittel noch anhängig war. Etwa am 1. Dezember 2007 wurde das Rechtsmittel zurückgewiesen, weil das Gericht offenbar keine Fehler hinsichtlich des Schuldspruchs oder des Todesurteils feststellen konnte. Der Anwalt von Makwan Moloudzadeh wurde jedoch nicht über die bevorstehende Hinrichtung informiert, obwohl dies nach iranischem Recht vorgeschrieben ist.
Nach der Hinrichtung von Makwan Moloudzadeh erhöhten die Behörden die Militärpräsenz in der Stadt Paveh, wahrscheinlich um Proteste zu unterdrücken. Zudem wurde der 15-jährige Bruder von Makwan Moloudzadeh, Pishro, in Haft genommen. Die Familie geht davon aus, dass die Behörden so seine Teilnahme an Prtestkundgebungen unterbinden wollten.
(Weitere Informationen zu dem Fall finden Sie in Englisch unter: http://www.Amnesty.org/en/report/info/MDE13/141/2007 „Iran: Execution of child offender Makwan Moloudazdeh is a mockery of justice”).
Quelle: Amnesty International
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